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Saturday, February 28, 2015

BUCH 3 - Kapitel IV - Christian und Anastasia Fanfiction

Kapitel IV

Ein Lichterbouquet


Während ich an der Frühstückstheke sitze, vibriert mein Blackberry. Ich lächele Anastasia an und nehme mein Telefon.
„Mr. Grey, Welch hier.”
„Ist alles fertig?“
„Ja, Sir. Alles deutet auf Andrew Warren hin, Sir. Pella hat die Sicherheitslücke auf den ersten Blick erkannt. Wir kennen sie mittlerweile natürlich auch und ich habe bereits einige Male mit Warren gesprochen, um diese Probleme zu beheben. Genau wie Taylor. Jedes Mal hat er mir versichert, dass das Personal erneut geschult werden soll und die Sicherheitslücken ausgeräumt werden. Aber allen Anschein nach hat er uns hinters Licht geführt.“
„Wie ist Pella zu dem Entschluss gekommen, dass es sich um mangelnde Sicherheit handelt?“
„Genau genommen, hat er es mir bewiesen, indem er in das Gebäude hineingekommen ist, ohne irgendjemanden irgendetwas zu zeigen … drei Mal hintereinander innerhalb von dreißig Minuten“, sagt er ausdrücklich.
„Scheiße! Sagen Sie mir, wie er das angestellt hat!“ zische ich zwischen zusammengebissenen Zähnen, sodass Anastasia mich mit großen Augen ansieht. Ich spüre, wie sich meine Muskeln anspannen. Anastasia sieht mich besorgt und fragend an. Ich schenke ihr ein kurzes Lächeln und bedeute ihr, dass ich gleich wieder da bin. Ich halte einen Finger hoch und gehe in mein Büro.
„Mr. Grey,  Pella kommt überall hinein und er macht immer den Eindruck, als ob er dort hingehören würde.“
„Hatte er eine Uniform an?“
„Nein, Sir. Er ist mit seiner arroganten Selbstsicherheit hineinspaziert und hat die weibliche Angestellte, die für die Überprüfung der Personalien zuständig ist, einfach nur angestarrt, als würde niemand auf der Welt existieren. Er hat der Miss Große Titten ein seltenes Lächeln geschenkt und danach hat sie den Mund kaum wieder zubekommen! Sie konnte nicht einmal blinzeln, Sir, als ob er jeden Moment verschwinden und sie ja nichts verpassen wollen würde. Sie hat ihn einfach durchgewunken und ich sollte vielleicht noch anmerken, dass sie ihm ihre Telefonnummer in die Hand gedrückt hat.“
„Es könnte Zufall gewesen sein.“
„Ja, Sir. Aber er ist auch an zwei anderen Sicherheitsleuten vorbeigekommen: einem älteren, sachlichen Typen, der Wasserfälle in den Augen hatte und einem jungen, durchtrainierten Mann … An diesen zweien sollte man eigentlich ohne eine angemessene  Personalien Überprüfung nicht vorbeikommen, Sir. Er hat niemandem seinen Ausweis gezeigt! Und jetzt kommt es, Sir. Er hatte die ganze Zeit auch zwei seiner Securitymänner dabei!”
„Scheiße! Wie das?“
„Er hat einfach mit ihnen gesprochen. Er wusste genau, was er sagen muss und wie er es sagen muss. Als würde jede Person eine eigene Sprache sprechen und er ist der einzige, der wusste, welche es ist. Er wusste sofort, dass der Soldat von seinem Stand entlassen wurde und er hat sich ausgerechnet, aus welchem Stand es war.
Er hat ihn als genau diesen angenommen und bei dem alten Mann, hat er sich so benommen, als wäre er aus seiner Zeit. Er war ganz locker. Ich war ratlos. Ich wollte ihn bitten, es noch einmal zu versuchen, um sicherzugehen und er sagte”, sagt Welch und hält inne. Er räuspert sich, „‘Welch ich kann mich den ganzen Tag durch die Eingänge ficken, wenn es das braucht, rein und raus, aber ich bin mir sicher, dass Ihr Boss mir nicht jede Menge Kohle zahlt, um die Sicherheitsmängel zu bestätigen. Ich habe es bereits bewiesen. Ich habe nur begrenzt Zeit und ich muss Beweise sammeln, feststellen, wie der EC 135 sabotiert wurde und ein Profil des möglichen Angreifers erstellen. Wenn ich es nicht tue, wird der Scheißkerl sich nach neuen Möglichkeiten umsehen und glauben Sie mir, er wird einen Weg finden. Er ist schon einmal davon gekommen. Wenn ich Ihr Boss wäre, würde ich diese inkompetenten Arschlöcher feuern! Aber es ist nicht gänzlich deren Schuld. Ihre Ausbildung ist unzulänglich. Ihre Antworten sollten einheitlich sein, aber alle Angestellten haben sich anders verhalten. Als wären sie von drei verschiedenen Ausbildern eingewiesen wurden. Das hätte schon vor langer Zeit korrigiert werden müssen.’”
„Was noch?“ frage ich mit zusammengebissenen Zähnen.
„Wir sind nur durch seine Bemühungen im Besitz dieser Bilder, Sir. Er hat sich gemächlich Zutritt beschafft. Seine Männer haben Bilder von ihm gemacht, wie er lässig in die Räumlichkeit gelangte, in denen der Helikopter stand. Ich sollte noch hervorheben, dass dieser wegen der Untersuchung in einer abgeschlossenen Halle stehen sollte.“ Dann hält er inne, „Und außerdem hat er sich Zutritt zum GEH Jet verschafft und ist sogar hereingekommen!“
„Scheiße! Verdammt! Auch in den Jet?”
„Ich fürchte schon, Sir“, sagt Welch verärgert.
„Wie ist er hereingekommen?“
„Er sagt, er hat seinen Charme spielen lassen, Sir“, sagt er betreten.
„Seinen Charme? Was zur Hölle? Man trägt seinen Charme nicht als Ausweis! Es sollte Protokolle geben, die den Ablauf regeln. Scheiße!
„Er hat schon eine gewisse Präsenz, Sir. Er musste nicht einmal vorgeben ein Angestellter zu sein oder jemand der dort Geschäftliches zu erledigen hat. Er ist einfach hereinspaziert.“
„Was ist mit Ihren vorherigen Ergebnissen des letzten Monats?“
„Sie wurden Mr. Warren alle präsentiert, Sir. Er hat uns endlos beteuert, dass die Sicherheitslücken nur geringfügig sind und sie sofort behoben werden. Aber genau in dieser Woche wurde durch Mr. Pella bewiesen, dass nichts behoben wurde und genau genommen noch schlimmer ist!“
Wut sickert durch meine Poren. Aufgebracht fahre ich mir mit meiner freien Hand durchs Haar.
„Hat der Scheißkerl heute Morgen einen Termin?“ frage ich und ertappe mich dabei, wie ich mit meiner Faust auf den Tisch haue.
„Ja, Sir. Er sollte um 8:00 Uhr im GEH sein.“
„Gut. Wir werden ihn noch ein wenig schmoren lassen. Er soll sich Sorgen machen. Ich möchte, dass er das Gebäude mit seinem Arsch in den Händen verlässt. Verstehen Sie mich? Es darf absolut nichts schiefgehen! Was ist mit dem Rest?”
„Nein, Sir. Es wird nichts schieflaufen! Genau wie letzte Nacht besprochen, Sir. Haben Sie die Berichte gelesen, die ich Ihnen geschickt habe?”
„Von vorn bis hinten! Denen werden wir es zeigen. Heute ist absolut nicht der Tag zum Vergeben!”
„Ja, Sir. Ich werde in Kürze im GEH eintreffen und alles vorbereiten bis Sie kommen.”
„Prima! Stimmen Sie sich mit Taylor ab. Ich komme heute um 9:00 Uhr.”
„Ich werde ihn gleich anrufen, Sir.“
„Gut!“ sage ich und lege auf. Der skrupellose Christian ist zurück!
Als ich in die Küche zurückkehre, schlürft Anastasia ihren schwachen Twinings English Breakfast Tea. Ihre reizende Präsenz vertreibt meine Wut. Aber nur bis knapp unter die Oberfläche. Das süße Bild von ihr mit einer Teetasse ruft Erinnerungen zurück, als wir beide Champagner aus Teetassen in ihrem Apartment getrunken haben. Ich genieße den Moment und beobachte sie. Es hat etwas Engelhaftes und plötzlich habe ich eine Idee. Eine süße Idee. Hmm … Ich sollte es dringend in die Tat umsetzen. Sie bemerkt meinen Blick auf ihr.
„Möchten Sie etwas Bestimmtes, Mr. Grey?“ fragt sie lächelnd.
„Das volle Paket, Miss Steele“, sage ich und schlendere mit dunklem, zügellosen Blick auf sie zu. Sie verfolgt jede meiner Bewegungen ohne zu blinzeln. Ihre Teetasse verharrt in der Luft, doch ihre Unterlippe gerät in die Fänge ihrer Zähne. Ich strecke meine Hand aus, um ihr die Teetasse aus der Hand zu nehmen und unterbreche dabei nicht unseren Blickkontakt. Ich stelle sie auf die Theke und lege meinen Kopf schräg, um sie besser bewundern zu können. Ihre Pupillen erweitern sich und ihre Atmung beschleunigt sich in meiner Nähe. Ich beuge mich herab und ziehe mit einer Hand an ihrem Kinn, um ihre Lippe zu befreien und sie mit meinen eigenen Zähnen zu erobern. Behutsam knabbere ich daran und sie stöhnt in meinen Mund und befeuert damit all meine Synapsen. Ich schiebe ihren Rock hoch und spreize gleichzeitig ihre Beine, ehe ich sie zu mir vor ziehe, sodass ich zwischen ihren Beinen stehe. Während ich mit einer Hand ihren Pferdeschwanz festhalte, schiebe ich ihren Hinter an den Rand des Barhockers, sodass ihr Geschlecht auf meine wachsende Erektion trifft. Sie keucht in meinen Mund. Ihre Hände wandern in meine Haare und ziehen mich zu ihr. Gleichzeitig schlingt sie ihre reizenden mit Seidenstrümpfen bedeckten Beine um meinen Körper. Die Hacken ihrer High Heels graben sich köstlich in meinen Hintern. Unser Kuss verweilt und meine Zunge dringt in ihren bekannten Mund ein. Dennoch entdecke ich sie jedes Mal erneut, wenn wir uns küssen. Unsere Zungen tanzen ihren ganz eigenen Tanz.
„Haben wir Zeit?“ fragt sie gegen meinen Mund. Ich lächele. Widerstrebend ziehe ich mich zurück. Wir sind beide außer Atem. Ich setze ein teuflisches Grinsen auf und frage, „Zeit wofür, Miss Steele?“
„Für dich mich zu ficken!“ fordert sie geil und keuchend.
„Sie sind heute Morgen aber eine kultivierte, junge Dame, Miss Steele.“
„Christian, du kannst mich nicht auf diese Weise antörnen und mich dann den ganzen Tag geil und geplagt zurücklassen!“ scheltet sie.
„Tatsächlich haben wir an diesem Morgen wirklich keine Zeit“, antworte ich und ihre Gesichtszüge entgleisen. Ich kann auf keinen Fall entspannt zum Büro fahren. „Aber heute Abend werde ich mich gut um dich kümmern …“, sage ich mit sinnlichem Versprechen in meiner Stimme.
„Was? Nein! Warum?”
Ich beuge mich vor und flüstere. „Wehe du versuchst dir selbst Erleichterung zu verschaffen. Ich werde es wissen. Ich möchte deine Lust heute Abend ganz für mich allein“, sage ich und lasse sie keuchend zurück.
„Christian, du spielst nicht fair! Ich will dich jetzt!“
„Ich weiß, Baby, ich weiß. Ich will dich auch, aber alles zu seiner Zeit … Ich verspreche, dass ich mich später gut um dich kümmern werde“, sage ich sinnlich und zeige ihr mein Verlangen.
Sexuelle Frustration dient verschiedenen Absichten. Wenn ich sexuell frustriert bin, fühle ich mich wie eine geladene Waffe – aber viel kleinlicher. Und dieser Effekt verdoppelt sich, wenn ich lange darauf warten muss bis ich Anastasia ficken kann. Natürlich sind meine Schwerter viel schärfer, wenn sie mich so sehr will wie im Moment, fast zu scharf für die Arbeit. Aber das Beste daran ist, dass unser Liebesspiel so viel süßer, unsere Gelüste an ihrem absoluten Höhepunkt und unser Fick viel perverser ist als sonst. Win-Win-Win.
Sie kneift die Augen zusammen, „Sie haben doch etwas vor, Mr. Grey“, sagt sie.
„Was meinen Sie damit, Miss Steele?“ frage ich und spiele den Ahnungslosen.
„Mr. Grey, Sie sind vielleicht vieles, aber ganz bestimmt nicht unschuldig!“ beschuldigt sie mich und bringt mich zum Grinsen.
„Wie gut Sie mich doch kennen, Miss Steele“, sage ich und küsse sie erneut und noch leidenschaftlicher.
„Heute Abend!“ sage ich und lege so viel Verheißung in meine Worte. Ihr Herzschlag beschleunigt sich und sie errötet.
„Ich werde dich daran erinnern“, antwortet sie mit heiserer Stimme und hält sich an meinem Bizeps fest, „Aber“, sagt sie, als hätte sie sich an etwas erinnert. „Ich kann nicht für die Konsequenzen verantwortlich gemacht werden, wenn ich so geil und geplagt zurückgelassen werde, Mr. Grey.“
„Vorsicht“, sage ich mit tiefer, bedrohlicher Stimme. „Niemand außer mir berührt das hier!“ sage ich und umfasse ihr Geschlecht, bringe sie damit zum Keuchen. „Ja“, haucht sie, „Nur du, Christian!“
„Braves Mädchen. Trink deinen Tee aus und dann fahren wir los“, sage ich und sie trinkt ihren Tee.
Während Anastasia gerade ihre Tasche holt, betritt Taylor diskret den großen Raum. Ich blicke zu ihm und er nickt, da er mich versteht. Alles ist abgestimmt. Ich greife Anastasias Hand und betrete mit ihr, Sawyer und Taylor zum Aufzug. Taylor und Sawyer öffnen die Beifahrertüren des SUV und sowohl Anastasia, als auch ich steigen ein. Sobald wir im SUV sitzen, greife ich wieder Anastasias Hand. Mit kreisenden Bewegungen streiche ich über ihre Hand und bemerke, dass sie ihre Füße verschränkt und ihre Oberschenkel zusammenpresst. Ich blicke sie an und mein Blick verdunkelt sich. Sie ist geil und geplagt. Hmmm … Vielleicht kann ich sie ja überzeugen, früher Feierabend zu machen. Ich hebe ihre Hand hoch und öffne ihre Handfläche. Langsam verteile ich Küsse darauf und beiße zärtlich in ihren kleinen Finger, worauf sie mit einem erstickten Keuchen reagiert.
„Sccchh“, sage ich und beuge mich zu ihr herüber. „Heute Abend …“, flüstere ich begierig. Sie kaut auf ihrer Lippe und mein Blick wird noch dunkler. Ich umschließe ihr Kinn und befreie ihre Lippe.
Der SUV kommt vor SIP zum Stehen und Sawyer steigt aus, um mir die Tür zu öffnen. Ich steige aus und strecke Anastasia meine Hand hin, welche sie ergreift. Ich bringe sie zur Eingangstür von SIP.
„Das Gebäude wird nicht verlassen. Frag Sawyer, wenn du etwas von draußen benötigst“, erinnere ich sie.
„Ja, Sir“, antwortet sie seufzend und platziert einen kurzen, süßen Kuss auf meinen Lippen. Sie lässt mich stehen wie ein idiotischer Teenager. Kleiner Teufel! Sie weiß, was sie tut. Vielleicht kann ich es ihr heute Abend zurückzahlen.


*****      *****


„Mr. Grey,  Mr. Warren wartet bereits seit fast einer Stunde und war schon einige Male kurz davor aufzubrechen. Aber ich habe ihn überzeugt zu warten und vor knapp fünf Minuten habe ich ihn in Ihr Büro gebracht. Er scheint …“ Für einen Moment denke ich, dass Andrea ‚angepisst‘ sagen wird. „Er scheint nicht gerade glücklich darüber zu sein, so lange warten zu müssen, Sir“, sagt sie.
„Gut!“ antworte ich.
Voller Selbstvertrauen betrete ich mein Büro. Taylor folgt mir unauffällig und nimmt seinen üblichen Platz in einer Ecke meines Büros ein. Warrens Gesicht verzerrt sich. Er sieht aus, als hätte er auf die Geburt seines nächsten Erbens, einem Sohn, gewartet und an Stelle dessen bekommt er nun ein Replikat seines hässlichsten Großonkel in Form einer neugeborenen Tochter.
„Mr. Grey“, sagt er unwirsch und steht auf.
„Warren“, sage ich und ignoriere seine ausgestreckte Hand, gehe ein paar Schritte und öffne den Knopf meines Jacketts. Ich wende ihm meinen Rücken zu und bevor ich mich setze, drehe ich mich um und befehle ihm sich hinzusetzen, „Setzen Sie sich!“ und betone dabei das ‚S‘, wie man es macht, wenn man seinem Hund den Befehl ‚Sitz!‘ beibringt. Augenblicklich folgt er meiner Anweisung. Mein Ausdruck verrät nichts. Ich bin gelassen.

Ecstasy of Gold – from “The GoofdThe Bad The Ugly”

„Darf ich fragen, warum Sie mich an diesem Morgen her beordert haben, Mr. Grey?“ fragt er beklommen.
Ich blicke ihn schweigend an, durchdringe ihn für dreißig Sekunden mit meinem Blick. Unsicher windet er sich auf seinem Platz.
„Ich glaube, Sie haben sich bereits Ihre eigene Meinung gebildet, Mr. Warren“, sage ich mit langsamer, gemäßigter und kontrollierter Stimme, welche die implizierte Häme nicht versteckt. Er schluckt. Plötzlich beginnt er sich die Finger zu reiben, als wäre ihm kalt geworden.
Ohne meinen Kopf zu drehen, werfe ich Taylor einen kurzen Blick zu. Wenn Taylor und ich nicht so aufeinander abgestimmt wären, dann hätte er ihn gar nicht bemerkt. Langsam und unauffällig verlässt er den Raum, ohne dass Andrew Warren etwas mitbekommt. Sein pinkes Gesicht färbt sich im Moment rot. Auf seiner beginnenden Glatze zeichnen sich die Schweißperlen ab. Seine abfällige Arroganz  scheint von Minute zu Minute aus ihm heraus zu weichen, wie die Luft aus einem Luftballon.
Taylor kehrt leise zurück und Welch schließt die Tür hinter ihm. Ich sehe zu ihm auf und er nickt kaum merkbar. Alle Puzzleteile sind nun beisammen. Welchs kahl rasierter Kopf erinnert an seine Tage beim Militär und auch die schiefe Narbe zwischen seinen Augenbrauen macht den Anschein, dass er permanent verärgert ist. Seine grünen Augen sind tiefgründig und stechend und heften Warren augenblicklich in seinen Sessel. Welchs Blick ist anklagend. Sein souveränes Auftreten macht den Eindruck er sei größer als seine 182 cm. Er trägt seinen üblichen dunklen Anzug mit passender dunkler Seidenkrawatte. Aber selbst in einem Geschäftsanzug, erinnert er immer noch an einen Berufssoldaten. Sein aufrechter Gang lässt nur darauf schließen, dass er kurz davor ist einen Stepptanz mit einem unsichtbaren Partner zu beginnen.
„Sir“, bemerkt er respektvoll. Er macht eine Show daraus die Dokumente hervorzuholen, um die ich ihn letzte Nacht gebeten habe. Natürlich hat er mir sie bereits per Mail geschickt und ich habe sie gründlich durchgelesen.
Warren sieht trotzig und arrogant zu ihm auf, als wäre er unerreichbar.
„Ich warte, Grey“, sagt er ringt ungeduldig um seine Fassung. „Sie haben mich herbeordert und dennoch weiß ich immer noch nicht warum. Und das obwohl“, sagt er und blickt auf seine Uhr, „Ich seit einer Stunde und achtunddreißig Minuten hier bin. Ich bin ein vielbeschäftigter Mann.“ Als ich das höre, springe ich auf wie ein Jäger und meine Augen glühen vor boshafter Kälte. Ich gehe um meinen Schreibtisch herum, mein Blick ruht unbeirrt auf ihm.
„Heute vor genau einem Monat hat Welch Sie auf die Sicherheitslücken hingewiesen, die vor allem die Flugzeuge der GEH betreffen. Wir haben verbriefte Beweise, dass die Sicherheitslücken alle auf Sie zurückzuführen sind und genau genommen sind wir uns sicher, dass Sie im Speziellen Welchs wiederholte Warnungen ignoriert haben“, sage ich ohne meine Stimme zu erheben. Meine Stimme ist jedoch so klar, dass sie in meinem Büro widerhallt.
„Aber, Mr. Grey, ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Flugzeuge hervorragend gesichert sind. Ich nehme an, dass die Firma von denen sie das Flugzeug, sowie das Personal geleast haben, alle Kosten übernehmen wird!
Und außerdem, wie soll ich von meinem Büro im Zentrum Seattles sicherstellen, dass ihre Flugzeuge dauernd unter Kontrolle stehen, wo sie doch im Flugplatz oder auf der Rollbahn unterwegs sind?“ sagt er wie ein Idiot, der nicht versteht, worauf ich hinaus will.
Das Arschloch besitzt auch noch die Frechheit mir zu unterstellen, dass ich die Flugzeuge von einer anderen Firma geleast habe. GEH gehören alle Flugzeuge selber und wir beschäftigen auch unsere eigene Crew, bis hin zu den Mechanikern. Meine privaten Geschäfte wälze ich doch nicht auf Dritte ab. Demzufolge habe ich keines meiner Flugzeuge geleast und natürlich ist auch die Crew nicht gemietet. Aber das geht ihn nichts an, deshalb erkläre ich es ihm auch nicht.
„Glauben Sie es interessiert mich, ob die Versicherung die Schäden begleichen wird? Möchten Sie, dass ihre Versicherung ihr wertloses Leben und das eines Mitarbeiter abdeckt, weil Leute wie sie ihre Arbeit nicht richtig machen?“
„Ich muss mir so eine Scheiße nicht anhören!“
„Sieht ganz so aus, als ob Sie es müssten. Also setzen Sie sich auf Ihren verdammten Arsch oder ich werde Sie dazu bringen, dass Sie sich setzen“, sage ich mit ruhiger, kontrollierter Stimme. Ich nicke Welch zu und dieser öffnet die Tür zu meinem Büro. Acht Leute treten herein und Warrens Augen weiten sich.
„Ich toleriere keinerlei Sicherheitslücken in irgendeinem Bereich meines Unternehmens. Und nun zeigen die gesammelten Hinweise deutlich, dass fünf von Ihnen ihre Position grob ausgenutzt haben. „Vom untersten“, sage ich und blicke zum Wachmann, „bis zum obersten Posten in einer Sicherheitsfirma“, schließe ich ab und sehe Warren an.
„Ich arbeite nicht für das Sicherheitsunternehmen, Sir“, sagt einer, der aussieht, als hätte er fünfzehn Dosen zu viel von seinen anabolen Steroiden genommen.
„Sei still, Ronnie! Du hast an dem Tag auf dem Flugplatz gearbeitet, an dem Mr. Greys Helikopter sabotiert wurde. Vielleicht hast du eher an Miss Kingsley herumgeschraubt, als deiner eigentlichen Aufgabe nachzukommen!“ sagt der Abteilungsleiter. Ronnie besitzt wenigstens den Anstand verärgert dreinzuschauen.
Ich blicke auf die Liste in meinen Händen, auf der die eingefangenen Bilder der Überwachungskameras, sowie die dazugehörigen Namen zu sehen sind. Mein Gesichtsausdruck ist gelassen, aber innerlich fühle mich alles andere als das. Ich toleriere keine Inkompetenz und vor allem nicht auf solch einem hohen Niveau, dass es Ros und mein Leben hätte kosten können.
„Joe Coleman!“ rufe ich und ein Sicherheitsmann tritt hervor. „Sie haben einen Mann durchgelassen, der keinen Zugang zum Flugplatz haben sollte und dadurch im Übrigen meinen Helikopter sabotiert hat. Ich hoffe, dass die hundert Mäuse, die sie bekommen haben, ihren Job wert waren!“ sage ich mit eisigem Blick. „Sie sind verdammt noch mal gefeuert! Sehen Sie zu, dass sie das Gebäude verlassen!“ Sein Kopf hängt tief und er verlässt mein Büro.
„Sergio Ferrigno“, rufe ich und ein dunkelhaariger Mann Mitte 30 tritt nach vorn. „Sie sind der Mechaniker, der den einwandfreien Wechsel unterzeichnet hat. Sie haben bescheinigt, dass alles in Ordnung sei, obwohl es gar nicht so war.“
„Es tut mir leid, Mr. Grey. Ich hatte keine Zeit die Kabel zu überprüfen, als Sie sagten, dass der Helikopter fertig sein muss. Ich habe einfach unterschrieben“, sagt er, als würde diese Erklärung genügen.
„Sollten Sie wieder für jemanden arbeiten, haben Sie wenigstens den Anstand Ihren Job ordnungsgemäß zu machen. Unterschreiben Sie nirgends, wenn Sie nicht dafür einstehen können! Inkompetenz ist inakzeptabel! Sie sind gefeuert! Die Wachmänner werden Sie begleiten, um Ihre verdammten Werkzeuge zu holen. Sie werden nie wieder einen Fuß in die Nähe meiner Flugzeuge setzen!“ Und er verlässt mein Büro in Begleitung der Sicherheitsleute.
„Mr. Sullivan!“
„Ja, Sir“, erwidert Ronnies Chef.
„Haben Sie Zeugen dabei?“
„Ja, Sir, genau hier“, sagt er und deutet auf zwei tadellos gekleidete Beschäftigte des Flugplatzes. Ihre aufrechte und aufmerksame Haltung, ihre hinter dem Rücken verschränkten Hände, ihre herausgestreckte Brust und ihr kurz geschorenes Haar verraten mir, dass es sich um ehemalige Rekruten handelt.
„Sie“, sage ich und trete vor einen der Männer, der über mich hinweg sieht, um meinem stechenden Blick auszuweichen.
„Ihr Name?“ frage ich, obwohl ich ihn natürlich längst kenne.
„Lee Tyson, Sir“, antwortet er wie der ehemalige Soldat, der er einmal war.
„Was haben Sie mir zu berichten?“ frage ich entschieden.
„Mr. Yates hier”, sagt er und korrigiert sich selbst, „Ronald Yates war für die Überwachung der Etage verantwortlich. Und trotz der wiederholten Warnungen von mir und Paul Kovak“, er nickt dem anderen Ex-Soldaten zu, ohne dabei den Kopf zu drehen, „Hat er den Bereich verlassen, um sich mit Miss Kingsley zu treffen, Sir!“ berichtet er.
„Was sagen Sie dazu, Mr. Kovak?“ frage ich und trete vor den anderen ehemaligen Soldaten, der seinen Blick ebenfalls nicht auf mich richten kann. Er blickt sich überall um, sein Blick ist jedoch nicht fixiert.
„Was Mr. Tyson Ihnen berichtet hat, ist korrekt, Sir. Mr. Ronald Yates und Miss Kingsley sind für über eine halbe Stunde im Besenschrank verschwunden, Sir. Wir haben ihm gesagt, dass wir damit unterbesetzt auf der Ebene sind, Sir!“
„Und was hat er darauf geantwortet?“ frage ich und weiß bereits, was er sagen wird.
Paul Kovak blickt mir zum ersten Mal direkt in die Augen. Er ist aufrichtig, aber beschämt die nächste Information vor der versammelten Menge auszuplaudern. Meine Miene bleibt gelassen und verbirgt sorgfältig die Wut hinter meinem eisigen Blick.
Er schluckt. „Mr. Ronald Yates hat gesagt, dass er keine Sekunde mehr länger warten kann, bevor er es diesem süßen Hintern, der schon den ganzen Morgen vor ihm herumwackelt, besorgen kann, Sir!“ fügt er hinzu. Und miss Kingsley, die bislang keinen Ton gesagt und keine Regung in ihrem Gesicht hat erkennen lassen, wird so rot wie eine Tomate. Ich gehe auf Miss Kingsley zu und bleibe etwa einen Meter vor ihr stehen.
„Ist das wahr, Miss Kingsley?“ frage ich mit ausdrucksloser Stimme.
Aus irgendeinem unglaublich sinnlosen Grund, streckt sie ihren Rücken durch, sodass ihre ziemlich großen Titten weiter nach vorn gedrückt werden. Die sind wahrscheinlich auch der Hauptgrund, warum sie diesen Job bekommen hat. Sie blickt mich geziert mit ihrem mit Make-up vollgekleisterten Gesicht an, welches schon wesentlich besser aussehen würde, wenn sie nur die Hälfte aufgelegt hätte. Sie neigt ihren Kopf und bewegt damit ihren Pferdeschwanz.
„Oh, es tut mir leid, Süßer, aber ich habe nur …“ Augenblicklich unterbreche ich sie. Anscheinend ist sie es nicht gewohnt mit Autoritätspersonen zu sprechen.
„Entweder nennen Sie mich Mr. Grey oder Sir! Nennen Sie mich nie wieder ‚Süßer‘! Haben Sie mich verstanden?” Ihr Mund steht weit offen. Ich glaube sie hat noch nie eine Ablehnung erhalten, nachdem sie jemanden ihre Titten gezeigt hat.
„Was?“ fragt sie, als hätte sie mich nicht verstanden.
„Verstehen Sie, worum ich Sie gebeten habe?“ sage ich ausdrücklich.
„Ja, Sir“, stottert sie. Zunächst schluckt sie, ehe ihr Gesicht einen schockierten Ausdruck annimmt.
„Miss Kingsley, Sie und Mr. Yates sind gefeuert!“
„Warum?“ fragt Miss Kingsley bockig.
„Um es kurz zu fassen, Miss Kingsley, Sie sind gefeuert, weil Sie während der Arbeitszeit mit einem Kollegen gefickt haben, obwohl Sie eigentlich arbeiten sollten. Sie werden nicht fürs Ficken bezahlt, sondern fürs Arbeiten!”
„Aber ich bin nicht bei Ihrer Firma angestellt! Ich arbeite für …“
„Erlauben Sie mir, Mr. Grey”, sagt Andy Sullivan und tritt mit einem grimmigen Gesichtsausdruck vor seine Angestellten. „Sie beide sind eine Schande für unsere Firma und das auch noch vor einem unserer größten Kunden! Sie haben nicht nur Ihre Arbeit vernachlässigt, sondern haben auch nicht auf Ihr Kollegen gehört, die Sie gewarnt haben. Ihre intimen Spielchen wurden von den Überwachungskameras aufgezeichnet. Kurz gesagt, Miss Kingsley und Ronnie, Sie sind beide gefeuert! Wagen Sie es bloß nicht morgen auf Arbeit zu erscheinen. Die Sicherheitsleute werden Sie jetzt begleiten, damit Sie Ihre Habseligkeiten zusammensuchen können. Ich möchte keinen von Ihnen auf dem Firmengelände sehen!“
Während die Wachmänner den beschämten Ronnie und die trotzige Miss Kingsley herausbegleiten, treibt Andy Sullivan die restliche Gruppe aus meinem Büro.
Warren ist die einzige Person, die neben Taylor und Welch in meinem Büro bleibt. Er macht aber Anstalten zu gehen.
„Grey, Sie haben das Gesindel des Flugplatzes vielleicht überzeugt, dass es ihnen an Enthusiasmus bei der Arbeit mangelt, aber ich bin der CEO meiner Sicherheitsfirma. Sie können mich nicht feuern! Selbst wenn Sie es versuchen, werde ich glücklich sein, Sie vor Gericht zu zerren!“ bellt er bösartig.
„Sie haben nicht mal die leiseste Ahnung, wozu ich im Stande bin. Ich kann und ich werde Sie feuern! Kein Unternehmen, in das ich investiere, sollte einen inkompetenten CEO beschäftigen. Einen, der einen Monat vorher gewarnt wurde, die Probleme zu beseitigen, die nun vier Leuten den Job gekostet haben! Sie waren dafür verantwortlich die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheitslücken zu beseitigen und dennoch haben Sie nichts getan!“
„Sie haben keine Beweise!“
„Welch, erzählen Sie diesem verdammten Bastard, welche Rechte er hat!“
„Gerne, Sir“, sagt er und breitet die Dokumente vor sich aus. „Mr. Warren, heute genau vor einem Monat, habe ich für einen Besuch bezahlt, bei dem alle Sicherheitslücken aufgelistet wurden und wie diese sich auf die Flugzeuge von GEH auswirken. Wir bezahlen eine ziemlich große Summe dafür, dass Sie diese Aufgabe jeden Monat erfüllen. Taylor oder ich standen in regelmäßigen Kontakt mit Ihnen. Wir haben Ihnen stets unsere Belange vorgelegt, was die Sicherheit betrifft. Die Sicherheitslücken und die Inkompetenz dieser Mitarbeiter, die soeben ihre Sachen packen konnten, hätten unterbunden und verbessert werden müssen. Wir haben Sie großzügig entlohnt, die Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Wir geben uns nicht mit der mittleren Führungsebene ab. Sie wurden gewarnt, Mr. Warren, vor einem vollständigen Monat!“
„Es ist sehr Schade, dass wir Sie als Geschäftspartner verlieren“, knurrt Warren, „Aber …“
„Sie verlieren mehr als einen Geschäftspartner, Warren. Sie verlieren Ihren Job! Sie sind verdammt noch mal gefeuert!” Ich koche vor Wut.
„Sie können mich nicht feuern, ich bin der CEO von …“
„… einer Firma, von der ich die Mehrheit besitze!“ zische ich. Er wird ganz weiß.
„Aber Mr. Grey …” Sein Ton ändert sich und er versucht mir in den Arsch zu kriechen.
„Niemand, der unter meiner Kontrolle steht, legt sich mit mir an und behält seinen Job! Sehen Sie zu, dass Sie Ihren Arsch hier herausbewegen. Welch! Bringen Sie den verdammten Abfall raus!“
„Mit Vergnügen, Sir“, sagt er und führt den schockierten Warren aus meinem Büro.
Ziemlich energisch lasse ich mich in meinen Stuhl fallen und höre das Leder unter mir protestieren. Ich drücke den Knopf der Gegensprechanlage, um mit Andrea zu sprechen.
„Ja, Mr. Grey?“
„Gibt es irgendwelche dringenden Meetings oder etwas anderes auf meinem Terminplan, dass nicht verschoben werden könnte?“
„Nichts, wo wir keinen neuen Termin vereinbaren könnten, Sir“, antwortet sie.
„Gut, dann vereinbaren Sie bitte neue Termine. Ich muss mich um eine private Angelegenheit kümmern“, sage ich und diese Planänderung lässt Taylors Augenbrauen nach oben schnellen.
„Fahren wir irgendwohin, Sir?“ fragt er. Ich hebe meinen Finger und bedeute ihm, dass er einen Moment warten soll. Ich möchte nicht, dass Taylor sich Sorgen macht. Normalerweise führt er immer eine Überprüfung der Räumlichkeiten durch, bevor wir irgendwohin fahren. Aber unter diesen Umständen geht es nicht. Ich habe nicht viel Zeit.
Ich nehme meinen Blackberry heraus und wähle eine Nummer.
„Ich bin froh, dass du meine Nachricht bekommen hast und mich anrufst“, sagt eine sanfte, weibliche Stimme.
„Hi, Mom!“ sage ich lächelnd. „Ich hatte dringende Geschäfte und ich konnte dich nicht sofort zurückrufen. Ich habe einige Vorschläge für die Hochzeit und ich möchte, dass sie genauso umgesetzt werden wie ich es sage! Nicht mehr, nicht weniger!“
„Ich bin froh und sehr glücklich, dass du dich an der Planung beteiligst. Als Anastasia gestern alleine kam, wusste ich nicht …“, aber ich unterbreche sie.
„Natürlich möchte ich meinen Beitrag leisten, Mutter. Schließlich heirate ich das Mädchen meiner Träume! Aber ich vertraue ihrem Geschmack und sie soll viel Entscheidungsfreiheit haben. Ich möchte, dass die Hochzeit perfekt für sie wird und all ihre Träume widerspiegelt. Aber ich möchte diese Träume mit meinen Beiträgen bereichern und sie ihr nicht zerstören oder abändern. Schließlich träumen Mädchen seit sie klein sind von ihrer Hochzeit. Da ihre Mutter nicht hier ist, bin ich sehr froh, dass du und Mia ihr dabei helft und diese Lücke schließt. Anastasia hat zwar nichts gesagt, aber ich bin mir sicher, dass sie ihre Mutter gern bei der Planung dabei hätte.“
„Oh, Liebling! Wir lieben Ana so sehr! Mia und ich sind sehr aufgeregt, die Hochzeit planen zu dürfen. Du weißt, dass Mia die französische Küche studiert hat und sie hat bereits einige Ideen. Ich glaube, das wird Ana dabei helfen, ihre Entscheidung zu treffen. Sie sind im selben Alter und ihre Geschmäcker sind sich sehr ähnlich! Sie sind wie Schwestern, Liebling! Ich bin so glücklich ein Teil dieser Hochzeit zu sein! Danke, dass ich das tun darf, Baby“, sagt sie mit sanfter Stimme.
„Wir freuen uns darüber, Mutter“, antworte ich. „Tatsächlich habe ich eine Liste mit Gegenständen. Ich möchte nicht, dass du diese unter irgendwelchen Umständen mit Ana teilst. Ich möchte, dass sie überrascht ist. Wenn du es Mia erzählen musst, sag ihr, dass sie den Mund halten soll. Aber am liebsten wäre es mir, wenn du es niemandem bis auf die Hochzeitsplanerin erzählst. Hat sie bereits die Verschwiegenheitsvereinbarung unterzeichnet?“
„Ja, mein Lieber“, seufzt meine Mutter. „Die Hochzeitsplanerin und ihre Mitarbeiter haben alle eine unterzeichnet. Obwohl Mia und ich die ganze Arbeit machen, hilft sie uns dabei alles zu koordinieren. Ich brauche jemanden, der die Organisation am Hochzeitstag übernimmt, damit ich den glücklichsten Tag im Leben meines Sohnes genießen kann“, sagt sie und beginnt fast zu würgen.
„Danke, für die ganze Arbeit, die du für uns machst, Mom!“ sage ich und füge an, „Wegen der Band. Ich möchte nur, dass sie das spielen, was ich vorgebe und dann kannst du Anastasia ebenfalls nach einer Liste fragen. Aber sie dürfen nichts spielen, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Ich möchte, dass nur die Lieder, die Anastasia oder ich aussuchen gespielt werden. Und dann gibt es noch zwei Musiker, die ich gerne auf meiner Hochzeit möchte. Ich möchte, dass deren Agenten umgehend kontaktiert werden. Lass mich wissen, wenn meine Mitarbeiter diese Aufgabe lieber übernehmen sollen.“
„Christian!“ tadelt sie mich. „Durch meine Charity Arbeit kenne ich selber einige Musiker. Wenn man die Leute überraschen möchte, ist es am besten, wenn so wenig wie möglich Bescheid wissen.  Also lass mich das machen. Ich bin schrecklich gespannt, wen du ausgesucht hast! Wer ist es?”
Ich grinse breit und erzähle ihr von zwei Musikern, die ich im Kopf habe und selbst Taylor hört ihren freudigen Schrei. Auch auf seinem Gesicht breitet sich ein Lächeln aus! Eine weitere Überraschung.
„Aber das ist noch nicht alles. Ich möchte noch etwas anderes machen. Es hat etwas mit …”, sage ich und erkläre ihr meinen Plan.
„Christian, das würdest du für sie tun?“ Die Stimme meiner Mutter klingt völlig schockiert, ehrfürchtig und begeistert und das alles zur gleichen Zeit, als hätte sie mich gerade erst getroffen. Du hast ja keine Ahnung, was ich alles für sie tun würde, denke ich mir. Überhaupt keine Ahnung! Selbst Taylor sieht überrascht aus. Meistens sieht er eher so aus, als würde er mir in den Arsch treten wollen, für etwas, dass ich zu Anastasia sage oder eben nicht zu ihr sage. Wenn ich nicht wüsste, dass er Gail liebt, würde ich ihn in die Wüste schicken. Aber ich sehe ihn als onkelhaften Typ, wenn es um Anastasia geht.
„Was zur Hölle. Mitgefangen, mitgehangen, Mom. Oh und außerdem habe ich noch eine weitere Bitte was die Musik betrifft …“, sage ich und erkläre ihr, was ich will.
„Wow! Das ist außerordentlich, Christian. Aber komischerweise extreme romantisch! Mir gefällt die Idee. Ich habe noch nie davon gehört!”
„Nichts, was Anastasia und ich haben ist konventionell, Mom. Aber ich möchte es genauso“, sage ich und vermisse mein Mädchen, als ich ihren Namen ausspreche.
„Ja, das kann man wohl sagen“, sagt sie und ich spüre ihr Lächeln am anderen Ende der Leitung.
„Im Übrigen möchte ich sie in einem roten Kleid“, füge ich hinzu.
„Ana?“
„Nein, Mutter“, sage ich aufgebracht.
„Oh, kann ich danach fragen?“ sagt sie.
„Ein bodenlanges, rotes Seidenkleid“, wiederhole ich.
„Okay … Sollte ich wissen, was das zu bedeuten hat? Mach dir keine Sorgen … Ich werde dafür sorgen.“
„Danke, Mom“, sage ich, ohne auf ihre Frage zu antworten. Natürlich hat es eine Bedeutung. Es hat sogar mehrere. „Ich werde dir in Kürze die Liste per Mail zukommen lassen. Lass mich wissen, wenn du etwas brauchst. Ich habe bereits ein Hochzeitskonto errichtet und Andrea wird dir die Einzelheiten zukommen lassen.“
„Christian!“ protestiert sie.
„Mutter, bitte fange nicht damit an! Ich werde für alles bezahlen. Du tust bereits so viel, indem du die Hochzeit planst, was ich sehr zu schätzen weiß. Und wird dürfen die Hochzeit bei euch zu Hause feiern. Verwende das Geld, was ich dir zur Verfügung stelle, bitte“, sage ich.
„In Ordnung. Und wie sieht es bei dir und deinem Vater aus. Was habt ihr euch ausgemacht?“
„Noch nichts, aber ich bin gewillt, die Situation heute in den Griff zu bekommen.“
„Wirklich? Wie denn?“
„Überlass das mir”, sage ich lächelnd.
„Christian, es fällt dir vielleicht schwer es im Moment zu verstehen. Genau genommen wird es vielleicht noch lange dauern, bis du es verstehst. Aber du musst dich immer daran erinnern, dass dein Vater dich liebt, egal was er tut. Das was er tut, macht er nur aus Liebe. Er erholt sich immer noch von der Sache mit Elena. Stell dich vor Anastasia, aber gewähr ihm auch einen Vertrauensbonus.“
Ich seufze. „Ich werde tun, was ich kann, Mom. Wenn es um Anastasia geht, ist für mich nichts verboten.”
„Das hat er jetzt verstanden. Er wird nicht noch einmal darauf eingehen.“
„Gut. Ich liebe dich, Mom”, sage ich und überrasche sowohl meine Mom, als auch Taylor.
„Ich liebe dich auch, Liebling“, und wir legen auf.
„Taylor, wir werden einkaufen gehen.“
„Einkaufen, Sir?“
„Ja, einen Ehering.“
„Mit Vergnügen, Sir.“
„Ich möchte zum gleichen Juwelier. Seine Arbeit beim Verlobungsring hat mir gut gefallen.“
„Wenn Sie mir ein paar Minuten geben, Sir, werde ich ihn anrufen und bitten den Laden frei von Kunden zu halten. Schließlich wollen wir keine neugierigen Augen.“ Ich nicke. Während Taylor mein Büro verlässt, um zu telefonieren, schicke ich meiner Mutter schnell eine E-Mail mit meinen Wünschen für die Hochzeit. Aber ich finde bereits eine Nachricht von ihr.

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Von: Grace T. Grey
Betreff:
Einladungen
Datum:
21. Juni 2011             11:04 Uhr
An:
Christian Grey, Anastasia Steele
Hi Christian und Ana,
ich habe völlig vergessen euch zu fragen. Wir müssen die Einladungen herausschicken. Ich brauche eure Gästeliste und zu dem Farbschema, das ihr euch ausgesucht habt, habe ich ein paar Beispielkarten. Bitte lasst mich wissen, welche euch am besten gefällt und meldet euch schnellstmöglich bei mir, sodass sie bestellt und herausgeschickt werden können.

Hab euch lieb!

Mom

Anhang: Einladung1.jpg,        Einladung2,jpg,           Einladung3.jpg
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Von: Christian Grey
Betreff:
Einladungen
Datum:
21. Juni 2011             11:08 Uhr
An:
Grace T. Grey

Hi Mom,

Anastasia und ich werden uns heute Abend die Einladungen ansehen und dir schnellmöglich eine Antwort zukommen lassen. Danke, für alles, was du für uns tust, Mom. Im Anhang findest du eine Liste der Leute, die ich einladen möchte und ich bin sicher, dass Anastasia dir ihre Liste auch schicken wird. Die andere Liste beinhaltet, was wir am Telefon besprochen haben. Stell bitte sicher, dass du die Anhänge löschst, wenn du mir und Anastasia gleichzeitig schreibst.

Hab dich lieb, Mom.

Christian Grey
CEO, Grey Enterprises Holdings Inc.

Anhang: Gästeliste.doc,          Hochzeitswünsche.doc

Taylor kehrt in mein Büro zurück und wartet bis ich meine Nachricht zu Ende geschrieben habe.
„Alles ist arrangiert, Sir. Wir können los. Sie warten dort auf uns”, sagt er und ich nicke zur Antwort.
Als wir den Aufzug erreichen, wende ich mich Taylor zu und frage, „Taylor, ich werde Ihnen einen Flugplan für den Jet zukommen lassen. Wir werden ihn in unseren Flitterwochen brauchen und dort werden auch alle Zielorte zu erkennen sein. Stimmen Sie sich mit der Crew ab und geben Sie mir den planmäßigen Flugreiseplan. Stellen Sie sicher, dass die Ausweise aller gültig sind, natürlich auch Anastasias.  Sawyer soll morgen ihren Ausweis ausstellen lassen, per Expressverfahren. Diese Scheißteile brauchen ziemlich lange. Sprechen Sie auch mit Welch, um Sicherheitsmänner überall vor Ort zu haben.“
„Ja, Sir. Haben Sie die Reiseziele bereits festgelegt?”
„Ja, das habe ich. Ich werde sie Ihnen heut Abend schicken und an Welch weiterleiten. Sie zwei müssen sich absprechen. Und ich habe spezielle Vorstellungen für die Orte, an denen wir bleiben werden.”
„Ich werde für die Spezifikationen sorgen, Sir.“
„Sie reisen mit uns. Sawyer wird hierbleiben und sich um das Escala und Gail kümmern, außer sie möchte zu ihrer Schwester fahren“, füge ich hinzu, nachdem ich gesehen habe, dass Taylors Miene einen bitteren Ausdruck angenommen hat. Seine Antwort kommt zügig.
„Mir wäre es lieber, wenn sie während meiner Abwesenheit bei ihrer Schwester bleibt, Sir. Ich bin mir sicher, dass Sawyer alleine die Stellung halten kann“, sagt er und am liebsten würde ich über seine Antwort lachen. Aber das tue ich nicht, da ich weiß, was für Männer wir sind: besitzgierig. Das verleiht mir umso mehr Sicherheit, dass ich Taylor vertrauen kann, wenn es um Anastasia geht. Seine Antwort bestätigt mir, dass er schwer verliebt in Gail ist und das bedeutet zugleich, dass seine Zuneigung für mein Mädchen wirklich nur onkelhaft ist und ich möchte, dass das auch so bleibt.
„Wir werden nicht in der Stadt sein. Sie können sich mit Gail abstimmen. Was auch immer sie zwei ausmachen, ist mir recht. Sie wird nichts von ihrer Urlaubszeit verlieren. Sie hat eine Auszeit und kann ihre Familie sehen“, sage ich. Taylor nickt, aber sein Blick verrät mir, dass er Gails Schwester nicht allzu sehr mag. Taylor ist ein guter Typ, aber die Tatsache, dass er als hoch-profilierter Sicherheitsmann arbeitet und er geschieden ist und ein Kind hat, scheint ihn für Gails Familie nicht allzu attraktiv zu machen. Alles, was sie tun müssten, ist den Mann hinter der Fassade kennenlernen. Als ich in Gedanken versunken bin, öffnen sich die Aufzugtüren und wir befinden uns in der Tiefgarage. Mein Blackberry meldet eine eingegangene Nachricht. Ich werfe einen Blick auf den Absender und der Name zaubert ein Funkeln in meine Augen. Taylors Stimme bringt mich ins Hier und Jetzt zurück.
„Sir?“ Er hat bereits die Tür geöffnet, und wartet darauf, dass ich in den SUV einsteige. Nachdem ich sitze, öffne ich die E-Mail.

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Von: Anastasia Steele
Betreff:
Steigende Temperaturen
Datum:
21. Juni 2011             11:44 Uhr
An:
Christian Grey

Lieber Mr. Grey,

ich hoffe, Sie sind sich der misslichen Lage bewusst, in die Sie mich heute Morgen versetzt haben. Ich konnte mich während der Lektorentreffen überhaupt nicht konzentrieren. Ich konnte nur nicken. Sie mussten sich ziemlich oft wiederholen, sodass sie ihre Ansichten übermitteln konnten. Ich möchte nicht den ganzen Tag dumm wirken, Mr. Grey. Sind Sie sicher, dass ich mir nicht selbst Erleichterung verschaffen kann, Sir?

ILD

Ana
xx


Von: Christian Grey
Betreff:
Auf KEINEN Fall!
Datum:
21. Juni 2011             11:49 Uhr
An:
Anastasia Steele

Miss Steele,

ich bin unterwegs. Wenn Sie es wünschen, kann ich einen Zwischenstopp bei Ihnen einlegen und Ihnen die nötige Erleichterung beschaffen. Andernfalls müssen Sie warten. Vielleicht kann ich dich früher abholen. Versuch NICHT dich selbst zu befriedigen. Ich werde es wissen.

Christian Grey
CEO, der für Erleichterung sorgen kann, Grey Enterprises Inc.

Ihre Antwort kommt schnell.


Von: Anastasia Steele
Betreff:
Keine …
Datum:
21. Juni 2011             11:54 Uhr
An:
Christian Grey

konjugalen Besuche erforderlich, Mr. Grey. Nicht bei SIP! Aber die Zeit bis heute Abend wird mir ewig lang vorkommen.

Ana

xx

„Taylor, kleiner Umweg!“
„Sir?“
„Ich habe plötzlich Hunger und möchte früher Mittag essen. Wir werden Miss Steele von der Arbeit abholen. Informieren Sie den Juwelier.“
„Ja, Sir”, sagt er und ruft den Juwelier an.
Ich hole meinen Blackberry hervor und rufe Andrea an.
„Sie müssen für mich schnell eine Reservierung zum Mittagessen machen … Privater Raum“, befehle ich.
Als Taylor vor SIP hält, ist der Termin beim Juwelier verschoben und die Reservierung erledigt.
„Warten Sie auf mich, ich werde Miss Steele holen“, sage ich und Sawyer trifft mich an der Tür.
„Alles in Ordnung, Sir?“
„Ja, prima. Ich hole Miss Steele zum Mittagessen ab.“
Er führt mich herein und als wir Anastasias Tür erreichen, dreht er sich diskret um und wartet. Anastasia ist völlig überrascht mich zu sehen.
„Was? Wie? Was machst du hier, Christian?” fragt sie amüsiert.
„Tja, Miss Steele, ich bin gekommen, um für die nötige Erleichterung zu sorgen“, murmele ich und ihr Atem geht schneller.
„Christian, ich habe dir doch gesagt nicht hier …“, sagt sie und ihre Augen weiten sich.
„Miss Steele, Sie haben die Wahl. Es gibt zwei Möglichkeiten, wo ich sie ficken kann. Entweder hier, in Ihrem Büro oder in einem privaten Raum, ich habe zum Mittagessen reserviert. Wir können dorthin gehen“, sage ich mit tiefer, lüsterner Stimme.
„Oh“, sagt sie und presst ihre rechte Hand gegen ihre Brust, während ihr anderer Arm an ihrer Taille ruht, als müsste sie ihr Verlangen unterdrücken. Vielleicht muss ich sie noch ein wenig entfachen.
Ich trete einen Schritt nach vorn.
„Sie sehen nicht so gut aus, Miss Steele. Geht es Ihnen gut?” frage ich und schließe die letzten Zentimeter zwischen uns. „Sie sehen errötet aus“, flüstere ich, beuge mich herab und streichele ihre Wange mit der Seite meines Zeigefingers. Ihr Atem wird schneller und sie lehnt sich in meine Streicheleinheiten. Die einzige Verbindung, die wir haben, ist die zwischen meinem Finger und ihrer Wange. Sie streckt ihre Hand nach mir aus, aber ich bedeute ihr aufzuhören.
„Nein, nein, Miss Steele. Hier oder beim Mittagessen? Ihre Wahl.”
„Ich habe meinen Chef noch nicht gefragt, ob ich Pause machen kann.“
„Ich bin der Chef deines Chefs deines Chefs. Du kannst mit mir Mittagessen gehen“, sage ich überzeugend. Sie blickt mich mit zusammengekniffenen Augen an.
„Du spielst nicht fair, Christian!“
„Was ist nicht fair, Baby? Du brauchst Erleichterung. Und Gott weiß, dass auch ich Erleichterung brauche. Und was noch wichtiger ist, ich brauche dich. Jetzt!“ Ich sehe, wie das Verlangen in ihr steigt. Ohne den Blick von mir zu wenden, hebt sie ihr Telefon hoch und wählt die Nummer ihres Chefs.
Nachdem Anastasia ihre lange Mittagspause bestätigt hat, nehme ich ihre Hand entschieden in meine und gehe mit ihr zum wartenden SUV. Sawyer wird bei SIP auf uns warten.
„Mr. Grey, der Oberkellner wartet am Hintereingang auf uns, sodass Sie der allgemeinen Menge entkommen können“, sagt Taylor.
„Gut“, antworte ich.
Der Oberkellner führt uns in den privaten Raum. Er ist klein und gemütlich. Ich habe meine Essens- und Weinbestellung bereits vorher aufgegeben, was uns ein wenig Zeit bringen sollte.
„Würden Sie jetzt gern Ihr Essen haben oder zuerst den Wein genießen, Sir?“
„Geben Sie uns etwa 30 Minuten für das Essen. Ich möchte zunächst den Appetizer“, sage ich. Als er den Raum verlässt, gehe ich zur Tür und nehme mir Taylor zur Seite.
„Nachdem sie den Appetizer gebracht haben, betritt niemand diesen Raum für wenigstens 30 Minuten. Schreiben Sie mir eine Nachricht, wenn es soweit ist.“
„Ja, Sir“, antwortet er entschlossen. Ich kehre in den Raum zurück.
„Worum ging es?“ fragt Anastasia.
„Nichts Bedeutsames, Baby“, antworte ich. Ich setze mich auf meinen Stuhl gleich neben Anastasia. Mein Blickt ruht auf ihr und wird dunkel. Mein Daumen streicht über meine Unterlippe.
„Christian“, murmelt sie meinen Namen voller Sinnlichkeit und Lust, dass mein Schwanz sich sofort aufrichtet.
„Anastasia, zieh deine Panties aus …“, befehle ich ihr mit heiserer Stimme.
„Hier?“ fragt sie und blickt zur Tür.
„Kümmer dich nicht um die Tür, sie wird gesichert“, sage ich.
„Taylor?“ fragt sie und errötet.
„Mach dir um Taylor keine Sorgen, Baby“, sage ich und mein Blick ruht auf ihr, ohne sie zu berühren. Ich möchte ihre volle Aufmerksamkeit. Sie ist überempfindlich.
„Christian, dein Bodyguard ist dort draußen und Leute, werden das Essen servieren.“
„Das ist mir scheißegal, Ana“, murmele ich. Sie kippt ihren Wein herunter. „Alles, was ich im Moment möchte, ist dir diese Bluse, deinen Rock, deine Panties und deinen BH auszuziehen“, sage ich langsam und zähle auf, was sie alles trägt. Ihr Atem beschleunigt sich und sie schluckt. Mein Blackberry vibriert.
Es ist eine Nachricht von Taylor.

*Appetizers sind da*



Ohne ein Wort, gehe ich zur Tür und lasse den Kellner die Austern, sowie die Oliven und Nüsse hereinbringen. Als er den Raum wieder verlässt, nickt Taylor und ich schließe die Tür hinter ihm. Ich habe dreißig Minuten.


Ich blicke Anastasia an und mein Blick verdunkelt sich. Sie steht auf und zieht langsam ihren Rock nach oben, sodass ich das Ende ihrer Seidenstrümpfe und die Strapse sehen kann. Ich schlucke heftig. Ihre Finger wandern zu ihren schwarzen Spitzenpanties. Sie macht eine Show daraus, ihre Daumen in den Bund hinein zu stecken und lässt sie um ihre Taille gleiten, ehe sie ihre Panties langsam und sinnlich nach unten streift. Sie landen zu ihren Füßen. Als sie sich bewegt, um herauszutreten, sage ich, „Stopp“, und mache einen Schritt nach vorn. Ich nehme ihre Hand und helfe ihr dabei. Ich beuge mich herab, blicke ihr tief in die Augen und lasse meine Hände langsam ihre Hüften entlangstreichen, ehe ich zwischen ihre Beine gelange und sie zum Erschaudern bringe. Schließich bücke ich mich und hebe ihre Panties vom Boden auf und verstaue sie in meiner Tasche.
Als ich wieder aufstehe, berühren meine Hände ihre Seidenstrümpfe und schließlich gelange ich an den Punkt, an dem sich ihre Beine vereinen. Ich umschließe ihr Geschlecht mit meiner Handfläche und bringe sie damit zum Keuchen.
„Öffne alle Knöpfe deiner Bluse bis auf zwei, Baby“, murmele ich.
„Ja“, flüstert sie heiser. Während meine Handfläche kreise um ihre Klitoris schreibt, schiebe ich einen Finger in ihre bereits feuchte und begierige Vagina. Sie lehnt sich zurück und umschließt den Tisch mit beiden Händen. Meine andere Hand wandert zu ihrem BH und streichelt ihre Brüste durch das Spitzenmaterial. Ich ziehe das BH-Körbchen zurück, sodass ihre Brust nach vorne springt und sie befreit. Ihre Brust presst sich in meine erwartende Hand. Zwischen Daumen und Zeigefinger rolle ich ihre Brustwarze und umschließe die andere mit meinen Zähnen, sauge zärtlich daran, während meine Zunge darüber gleitet, leckt und sie reizt.
Sie wölbt ihren Rücken und presst sich gegen meine erwartenden Hände und meinen Mund. Meine Lippen wandern zu ihrem Hals und necken und saugen sanft an ihrer Haut, während meine Hände mit ihrem sinnlichen Übergriff fortfahren. Meine Zähne streichen über ihren Kiefer und ihren Mundwinkel. Ich küsse sie jedoch nie. Ich ziehe mich von ihr zurück und bringe sie dazu sich auf den Tisch zu setzen. Sie hält sich jeweils an der Tischkante fest und ihre Füße stehen sicher auf dem Boden.
„Baby, wenn ich mich vor deinem reizenden Geschlecht niederknie, möchte ich, dass du diese wunderschönen Beine um meinen Hals legst“, hauche ich in ihr Ohr. Ich knie mich hin und befinde mich nun auf Augenhöhe zu ihrer Vagina und als sich meine Lippen mit ihrem Geschlecht vereinen, schlingt sie ihre Beine in den Seidenstrümpfen um meinen Hals. Meine Zunge neckt und saugt an ihrem Kitzler, sodass ihre Beine um meine Schultern herum zu zucken beginnen. Ich schiebe meine Zunge in ihre Vagina und lasse sie unerbittlich gegen den Uhrzeigersinn kreisen. Ich finde die süße Stelle an der Vorderseite ihrer Vagina und beschere ihr die Erleichterung, nach der sie sich schon den ganzen Morgen sehnt. Sie stöhnt eine entstellte Version meines Namens und ist völlig in ihrer Lust gefangen.




Sie kann sich kaum noch aufrecht halten, als ihre Beine durch ihren abklingenden Orgasmus weiter zittern.
Behutsam halte ich sie fest.
„Baby, ich werde deine Hände vor dir fesseln und möchte, dass du sie um meinen Hals legst. Okay?“ frage ich und sie kann lediglich nicken. Ich nehme ihre Panties aus meiner Tasche und binde ihre Hände damit rasch vor ihr zusammen. Meine improvisierte Methode sie zu fesseln, scheint sie zu amüsieren. Ich öffne den Reißverschluss meiner Hose und meine ungeduldige Erektion kommt zum Vorschein.


„Und jetzt will ich mich in dir versenken und mich völlig verlieren“, flüstere ich. Ich schiebe ihre Rock bis zu ihrer Taille nach oben und spreize ihre Beine, erobere sie Zentimeter für Zentimeter.


A Touch Too Much – AC/DC

„Einen Moment“, sage ich atemlos. „Lass mich dich genießen“, und das Gefühl der Vollständigkeit breitet sich in mir aus. Wir sind uns so nahe wie zwei Menschen es überhaupt nur schaffen können. Ihre gefesselten Arme ruhen um meinen Hals, mein Schwanz ist bis zum Anschlag in ihr versunken und ihre Brüste reiben an meiner Brust. Erneut gelangt ihre Lippe in die Fänge ihrer Zähne. Automatisch beuge ich mich nach vorn und befreie ihre Lippe und küsse sie erbarmungslos. Die Anspannung der letzten Nacht und dieses Morgens hat sich aufgestaut und sucht nun ihren Ausweg. Meine Zunge erobert ihren Mund und sie zwingt ihre ebenso in meinen. Wir stoßen aneinander und suchen nach Erlösung. Meine Hände gleiten langsam zu ihrem nackten Hintern und ich dränge sie in meine Bewegung. Mein Mund schmeckt nach ihrem Geschlecht und der Süße ihres Mundes, eine berauschende Verbindung. Meine Zähne streichen über ihre Lippe und sie keucht. Meine Lippen gleiten zu ihrem Hals, lecken daran und verteilen überall Küsse auf ihrer Haut und auch zwischen ihren Brüsten. Sie presst sie gegen meinen Mund, was ich glücklich mit einem Grinsen quittiere. Ich sauge energisch, begierig und bringe sie an die Grenze zwischen Schmerz und Lust. Sie stöhnt als Reaktion darauf und ihre Bewegungen werden schneller. Als sie mir ihre Hüften entgegenpresst, stoße ich in sie hinein und finde die tiefste Stelle in ihr. Ich erreiche meine Lieblingsstelle in ihr und unterbinde ihre Bewegungen mit meinen Händen. Ich lasse einfach nur meine Hüften kreisen, um das Maximum an Lust für uns beide zu garantieren. Als meine Lippen sich ihrer anderen Brustwarze zuwenden, spüre ich, wie sich die Muskeln in ihrer Vagina zusammenziehen und sich ihr Orgasmus langsam zusammenbraut. Ich höre auf meine Hüften zu kreisen und bringe sie dazu, sich hoch und runter zu bewegen. Ich wende mich wieder ihren Lippen zu, um sicherzustellen, dass sie an beiden Enden gefickt wird. Während ich ihren Hintern mit einer Hand führe, beginne ich ihre Klitoris mit der anderen zu reiben. Sie stöhnt in meinen Mund und ihr aufgestauter Orgasmus erobert sie in langen Wellen, und bringt ihr Geschlecht dazu, meinen Schwanz auszusaugen und ihr alles zu geben, was ich habe. Ich erreiche meinen Höhepunkt und stoße tiefer und härter in sie hinein, sauge und ficke, liebe sie und verbinde unsere Seelen mit unserem Kuss. Wir kommen beide lautstark.


Anastasias Kopf fällt auf meine Schulter und eine dünne Schweißschicht bedeckt ihr liebliches, errötetes Gesicht. Ich küsse sie erneut und befreie ihre Hände von ihren Panties. Ich lege sie auf den Tisch und säubere ihr Geschlecht, ehe ich ihr ihre Panties anziehe und sie aufrichte. Nachdem ich mich selbst zurechtgerückt habe, drehe ich mich um und frage meine erschöpfte Frau, „Hunger?“, worauf sie halb benommen, „Bärenhunger“, antwortet. Das ist doch Musik in meinen Ohren.
Mein Blackberry vibriert genau zur richtigen Zeit.

*Essen ist da.*

*****      *****

„Mr. Grey! Was für eine Freude Sie in unserem Laden begrüßen zu dürfen. Wie können wir Ihnen helfen?“ fragt der alte Juwelier. Er ist nicht nur der beste Juwelier in Seattle, er führt auch eines der ältesten Juwelierwarengeschäfte der Welt. Was soll ich sagen? Ich mache meine Hausaufgaben.
„Meine Verlobte ist sehr glücklich mit dem Ring, den sie angefertigt haben. Ich suche quasi nach einem Zwilling. Ich meine, er soll nicht gleich aussehen. Ich möchte, dass Sie mir einen weiteren Ring fertigen. Er sollte auf keinen Fall von der Schlichtheit und Erhabenheit des ersten Rings abweichen, er soll einfach zu ihm passen.“
„Ich nehme an, Sie möchten eine passende Platinum Fassung.“
„Ja, das stimmt.“
„Ich würde gerne Ihre Steine sehen. Ich interessiere mich nicht für den größten oder funkelndsten. Er soll einmalig sein“, sage ich entschieden und mein Blick ruht auf seinem runzligen Gesicht.
„Sie sind sehr unkonventionell, Sir. Ich werde Ihnen unsere ungeschliffenen Steine zeigen und vielleicht auch einige andere …“, sagt er mit kaum hörbarer Stimme und geht in den Laden zurück. Drei Sicherheitsmänner warten geduldig.
Als der alte Juwelier zurückkehrt, trägt er eine Ablage mit Steinen. Die Steine liegen getrennt voneinander in kleinen Fächern. Es gibt große Steine, und leuchtende, reflektierende und welche, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber keiner von ihnen spricht mich an.
„Seltsamerweise spricht mich keiner dieser Steine an, Mr. Caria. Haben Sie noch weitere?“ Seine Augen leuchten, als hätte er auf genau diese Frage gewartet.
„Ja, Sir. Vier weitere“, sagt er und öffnet eine ziemlich altmodische, schmucklose, hölzerne Box. Zwei der Steine wecken sofort meine Aufmerksamkeit. Einer von ihnen hat die Form eines spitzen Bootes. Der Juwelier nennt ihn Marquise und der andere hat die Form einer Birne. Beide leuchten, obwohl kein Licht auf sie scheint und sie sind zudem farblos. Ich kann mich kaum entscheiden. Irgendetwas an ihnen nimmt mich gefangen. Der Marquise, der wie ein Boot geformt ist, würde ihren wunderschönen Finger noch dünner und länger aussehen lassen. Außerdem erinnert er mich an The Grace. Aber der andere hat etwas ganz Besonderes. Er spricht mich auf tieferer Ebene an. Ich habe augenblicklich eine Verbindung zu diesem leblosen Objekt. Der Juwelier bemerkt meine Unentschlossenheit.
„Vielleicht“, sagt er, „hilft Ihnen die Hintergrundgeschichte der Diamanten. Dieser, Sir“, sagt er und hält den Diamanten zwischen seinem behandschuhten Daumen und Zeigefinger, „ist der größere der beiden. Er ähnelt dem anderen, den Sie bereits gekauft haben. Aber der Marquise ist natürlich ein 15-Karäter. Er hat dieselbe Leuchtkraft und sie sind beide farblos. Zumindest für das ungeschulte Auge. In diesem erkennen Sie vielleicht eine leichte Eintrübung, aber dafür sollten Sie vielleicht wie ich sein, und bereits 45 Jahre Diamanten ansehen, Sir. Wenn man den Marquise mit dem birnenförmigen Diamanten vergleicht, ist der Marquise etwas teurer, aber nicht sehr viel.“
„Warum das? Sie haben gesagt der Marquise ist größer.“
„Der Preisunterschied beläuft sich auf etwa $60,000, Sir. Ist aber verhandelbar“, sagt er und Taylor stößt ein ersticktes Geräusch aus, ehe er es diskret zu einem Husten tarnt. „Obwohl sie beide einzigartig sind, ist der birnenförmige Diamant einer der seltensten auf der Welt. Genau genommen ist er der Zwilling vom Löffelmacher Diamanten. Ich sollte vielleicht eher Zwillingsgeschichte sagen.“
Im Stillen denke ich mir, dass der alte Mann wohlmöglich eine OP an seinen Katarakten braucht. Abgesehen von der Form unterscheiden sich die beiden Diamanten doch sehr.
„Ich weiß, dass der Löffelmacher Diamant gelb ist. Dieser hier ist farblos. Ich glaube der andere hat um die 87 Karat und dieser hier hat 10 oder 12?“
„Er hat 12 Karat, Sir. Aber ich habe von der Zwillingsgeschichte erzählt, Sir. Nicht von den Zwillingsfarben oder -größen. Sie können von ihrer Schönheit gleich sein und dennoch müssen sie nicht die gleiche Farbe oder Größe haben. Stimmen Sie mir nicht zu, Mr. Grey? Aber was die beiden gemein haben, ist ihre Geschichte. Sie sind fast identisch.“
„Erzählen Sie mir davon“, sage ich, lehne mich zurück und verschränke meine Arme.
„Juwelierarbeit ist für uns ein Familienunternehmen und das bereits seit vielen Generationen, die ich nicht einmal mehr zählen kann, Sir. Es liegt bei uns im Blut. Als die Stadt Konstantinopel im Jahr 1453 von den Türken erobert wurde, war einer meiner Vorfahren, ein großer Juwelier, in der Zeit, als König Konstantin der XI. geherrscht hat. Nachdem jede Menge Staub aufgewirbelt wurde, haben sich die Menschen wieder ihrem Privatleben zugewendet. Aber einige Leute haben den neuen, jungen Sultan bemerkt, der gerade einmal 21 Jahre alt war. Wissenschaftler, Poeten, Schriftsteller, Historiker, Architekten, Künstler und Juweliere, die seltene Meisterstücke kreieren konnten, wie meine Vorfahren, haben diesen jungen, brillanten Sultan beobachtet. Mein Großvater vor vielen Generationen war einer dieser Leute.
Dieses kleine Stück, welches von dem Großvater zur Zeit des Sultans markiert wurde, wurde aus den Augen verloren. Aber seine Geschichte ist geblieben und dieses kleine Mädchen, welches um die Welt reiste, wurde 1822 von einem meiner Vorfahren entdeckt und hat sich somit seinen Weg in die neue Welt geebnet. Ihre ursprüngliche Geschichte handelt von einem alten Fischer, der sich träge in Konstantinopel, in einem Viertel namens Yenikapi, gewundert hat. Der Mann hatte nichts, er stand mit leeren Händen da, kein Geld, keine Besitztümer, um selbst ein Stück Brot kaufen zu können. Er ging im Schutt umher und suchte im Abfall nach etwas zu essen. Zwischen dem ganzen Abfall und Müll, in dem er etwas zu essen suchte, entdeckte er einen leuchtenden Stein. Da er nicht wusste, was es war, steckte er den leuchtenden Stein in seine Tasche.
Nachdem er eine Weile mit dem hübschen Stein in der Tasche durch die Straßen gelaufen ist, erinnert er sich an ihn und hält beim ersten Juwelier, dem er begegnet. Natürlich bemerkt der Juwelier den Wert mit einem einzigen gewöhnlichen Blick. Aber um keinen anderen Bewerber beim Kauf dieses seltenen Juwels aufmerksam zu machen, gibt er sich uninteressiert und erzählt dem armen Fischer, ‚Das ist nur ein Stück farbiges Glas, guter Mann. Du kannst es mitnehmen oder ich gebe dir drei Holzlöffel für all die Mühe, die du dir gemacht hast, um ihn herzubringen.‘ Was sollte ein armer Fischer schon über den Wert eines seltenen Schmuckstücks wissen? Für ihn war es nichts anderes als ein Stück Glas. Er nimmt also die Löffel und lässt den Diamanten beim Juwelier zurück. Jetzt verstehen Sie, warum er der Löffelmacher Diamant genannt wird. Jemand, der dessen Wert nicht kannte, hat ihn weit … weit … weit unter seinem Wert verkauft. Dieser hier“, er hält ihn hoch, um ihn mir in einem anderen Licht zu zeigen, „hat in etwa die gleiche Strecke hinter sich gebracht und das bereits vor einigen Generationen. Er sucht nach dem einen Individuum, welches seinen Wert zu schätzen weiß. Es scheint fast so, als hätte dieser Stein sein eigenes Herz. Ich habe ihn noch nie geteilt. Aber ich zeige Ihnen den Stein, Sir, weil Ihre Vorsicht und Aufmerksamkeit beim Kauf des anderen Ringes mir gezeigt hat, dass sie es verdient haben, den Stein zu sehen. Und Sie sind der erste, dem ich diesen Stein zum Kauf anbiete. Wir, als Geschäft, haben in der Vergangenheit bereits harte Zeiten hinter uns gebracht. Aber keiner meiner Vorfahren hat ihn herausgerückt, da sie um den Wert des Steines wussten. Und nur ein würdiger Besitzer sollte ihn haben. Niemand, der mir würdig erschien, ist bisher zu mir gekommen. Bis Sie kamen.“
„Dieser Diamant“, sagt er und hält ihn hoch, „verleiht dem Licht des Vollmonds einen hellen und funkelnden Himmel inmitten der Sterne. Dieser Diamant, der gedacht hat, dass ich ihn nicht herausrücke, ist ein glückliches Stück Stein. In der Geschichte hat er immer seinen würdigen Besitzer gefunden. Niemand hat ihn gestohlen oder seinem Besitzer Leid zugefügt. Er scheint fast so, als würde sich dieses Schmuckstück seinen Besitzer aussuchen. Ich gehe bald in den Ruhestand und ich habe keine Söhne, die mein Geschäft fortführen werden, obwohl ich Neffen habe, die nicht so althergebracht sind wie ich. Obwohl sie nicht arm sind, haben sie wie der arme Fischer keine Vorstellung von seinem wahren Wert. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass er einen würdigen Besitzer findet“, sagt er und blickt mich mit einem hoffnungsvollen Funkeln in seinen Augen an.
Zum ersten Mal nach langer Zeit bin ich sprachlos. Ich habe die Leidenschaft dieses Mannes für seinen Beruf in seinen Augen erkannt. Er trägt es in seinem Blut.
„Sie können ihn von einem anderen schätzen lassen, Sir. Aber ich glaube nicht, dass Sie einen qualifizierteren Juwelier als mich finden, um den Wert dieses Stückes schätzen zu lassen. Sie müssen verstehen, Sir, meine Familie ist nun bereits seit fast sechshundert Jahren in diesem Geschäft tätig und das auf drei Kontinenten. Ich bin der letzte althergebrachte in meiner Familie.“
Selbst Taylor hört aufmerksam zu.
„Wenn Sie eine einzigartige Frau haben, ist dies ein einzigartiges Schmuckstück. Man nennt ihn auch ‚Das Lichterbouquet‘, Sir.“
Plötzlich höre ich meine eigene Stimme sagen, „Ich will ihn“, weil allein die Geschichte es wert ist und nicht nur der Ring an sich. Einzigartig wie mein Mädchen.





2 comments:

Anonymous said...

Ich hab ja fast Tränen in den Augen...die Geschichte des Diamanten ist sooo toll.
Ich bin wirklich begeistert von jedem einzelnen Kapitel
Danke für die Arbeit die ihr Euch macht
Gruß

Stefanie Kamm said...

Ich hab jetzt alles durchgelesen und kann nur sagen WOW bitte weiter so kann es kaum erwarten